Loop






18 C-Prints
Kodak Professional Endura
gerahmt
DIN A2 (59,4cm × 42cm)
2023
18 C-Prints
Kodak Professional Endura
framed
DIN A2 (59.4cm × 42cm)
2023
Die Serie »Loop« entstand während des Reenactments eines Schulungskurses zur Verwendung von Einweghandschellen. Die Fotografien rücken sowohl deren warenförmige Gestaltung als auch die Bewegungen und Gesten in den Fokus, die für den Umgang mit ihnen eingeübt werden.
Ausgangspunkt meiner Arbeiten zum Thema Gefängnis ist die mehrjährige Haftstrafe eines engen Freundes. Über ein eingeschmuggeltes, von den Bediensteten inoffiziell geduldetes Mobiltelefon konnten wir während seiner Inhaftierung nahezu täglich miteinander sprechen. Seine Schilderungen wurden zum Ausgangspunkt einer bis heute andauernden Auseinandersetzung mit dem Strafvollzug und seinen Bedingungen.
Der fehlende visuelle Zugang zum Gefängnis ist dabei zu einem wesentlichen Bestandteil meiner Arbeitsweise geworden. Anstatt den Strafvollzug unmittelbar dokumentarisch abzubilden, nähere ich mich ihm über Erzählungen, Erinnerungen und Beschreibungen. Fotografien, Installationen und Videos entstehen aus Rekonstruktionen und Reinszenierungen von Räumen, Gegenständen und Situationen. Mich interessiert dabei auch, wie Bilder von Orten entstehen können, die der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend entzogen sind – und was sich verändert, wenn Erlebtes und Erinnertes in eine neue visuelle Form übersetzt wird.
The series “Loop” was created during a re-enactment of a training course on the use of disposable handcuffs. The photographs focus both on their commodity-like design and on the movements and gestures rehearsed in learning how to use them.
The starting point for my work on the subject of prison is the multi-year prison sentence of a close friend. During his incarceration, we were able to speak almost every day via a smuggled mobile phone that was unofficially tolerated by prison staff. His accounts became the starting point for an ongoing engagement with imprisonment and its conditions.
The lack of visual access to the prison has become an essential part of my working method. Rather than documenting imprisonment directly, I approach it through narratives, memories, and descriptions. Photographs, installations, and videos emerge from reconstructions and re-enactments of spaces, objects, and situations. I am also interested in how images can be created of places that largely remain outside public view—and what changes when lived experience and memory are translated into a new visual form.